Kompetenzfelder

"Kompetenzfelder" sollen den Studierenden klinisch-relevante Themen aus einer interdisziplinären Perspektive vermitteln.

Dadurch ergibt sich aus Sicht der Psychosomatik und Psychotherapie die Möglichkeit, biopsychosoziale Aspekte in zahlreiche somatische Syndrome beziehungsweise Erkrankungen einzubringen.

Für zwei Kompetenzfelder haben wir das Management übernommen:

  • KF Tod und Trauer (Manager Priv.-Doz. Dr. M. Langenbach)
  • KF Obstipation (Manager Prof. Dr. Christian Albus)

Darüber hinaus sind Dozenten unserer Klinik an folgenden Kompetenzfeldern beteiligt:

  • KF Diabetes mellitus Teil 1
  • KF Myokardinfarkt
  • KF Fehlernährung und metabolisches Syndrom
  • KF HIV - Teil 1
  • KF Herzrhythmusstörungen
  • KF Depression
  • KF Tumorschmerz
  • KF Rückenschmerz - Teil 1
  • KF Rückenschmerz - Teil 2
  • KF Ungewollte Kinderlosigkeit
  • KF Appendizitis
  • KF Kopfschmerz
  • KF Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • KF Angst
Tod und Trauer

Das Kompetenzfeld "Tod und Trauer" ist eines von insgesamt 24 Kompetenzfeldern der Kölner Vorklinik, von denen die Medizinstudenten 16 absolvieren müssen. Die Einschreibung erfolgt zentral über KLIPS 2.0.

Das themenübergreifende Kompetenzfeld "Tod und Trauer" wird vom Fachbereich Psychosomatik betreut und steht gleich im ersten Semester auf dem Studienplan. Die angehenden Ärztinnen und Ärzte sollen bereits zu Beginn ihres Studiums darauf vorbereitet werden, unheilbar Kranke von der schwerwiegenden Diagnose bis zum Tod einfühlsam begleiten zu können.

Der Tod und das Sterben sind nicht mehr Teil der uns alltäglich umgebenden Realität wie in früheren Zeiten. Von 900.000 Menschen stirbt in Deutschland jede(r) zweite im Krankenhaus. Junge Ärztinnen und Ärzte sind daher in besonderer Weise mit einer Realität konfrontiert, die ihnen in ihrem bisherigen Alltag kaum begegnet ist. Was tun in der Konfrontation mit seelischem Schmerz und Todesnähe? Es ist daher wichtig, sich in Gesprächsführung zu üben, um Schmerz und Leid der Patienten erkennen, verstehen und im Gespräch begleiten zu können. Immerhin führt ein Arzt etwa 200.000 Arzt-Patienten-Gespräche in seinem Berufsleben. Die kommunikative Kompetenz des Arztes lässt sich durch systematisches Training verbessern.

Die Einübung von guter Gesprächskompetenz ist ein wichtiger Baustein des Kompetenzfeldes. Die Rolle des Bindungsverhaltens bestimmt die Art des Trauerns im Verlauf chronischer unheilbarer Krankheiten entscheidend mit. Neben der Einübung in gutes Gesprächsverhalten gehört daher die Vermittlung von Kenntnissen in Bindungstheorie und ihre Bedeutung für den Trauerprozess zu den Inhalten, die die Referenten aus der Psychosomatik im Kompetenzfeld zur Sprache bringen.

Informationen zu Sterbestatistik, Todeszeichen, Stressfaktoren in der Pflege, Sterbe- und Trauerphasen und Besonderheiten der Betreuung in der letzten Lebensphase werden den Studierenden von Professoren aus den Fachgebieten Rechtsmedizin, medizinischer Soziologie und Palliativmedizin vermittelt. Zusätzlich gibt es einmal die Woche ein Kompetenzfeldtutorium. Tutoriumsgruppen von acht bis zehn Teilnehmern werden wöchentlich von einer Tutorin unterrichtet, wobei die Inhalte der Vorlesung vertieft werden. In den Tutoriumsgruppen ist die Atmosphäre ungezwungen, alles darf gefragt werden.

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Langenbach
Kompetenzfeldmanager

Obstipation

Das Kompetenzfeld "Obstipation" wird derzeit in einjährigem Rhythmus für Studierende des zweiten und dritten Semesters Modelstudiengang angeboten. Es vermittelt einen interdisziplinären Einblick in ein bedeutsames klinisches Problem. Das Kompetenzfeld schließt mit einer Hausarbeit ("Papierfall"), deren korrekte Ausarbeitung Voraussetzung für die Scheinvergabe ist.

Die Einschreibung erfolgt zentral über KLIPS 2.0.
Lernziele: Physiologie des Dickdarms (Prof. Wiesner, Physiologie)

  • Grundlegende Mechanismen der Darmmotilität (Bewegung) und wie diese durch das vegetative Nervensystem gesteuert wird.
  • Mechanismen der Eindickung des Darminhalts durch aktiven Salz-Rücktransport und passiven Wasser-Nachstrom.
  • Mechanismen der Defäkation und ihre zentralnervöse Kontrolle.
  • Einführung in Störungen dieser Prozesse.

Lernziele: Epidemiologie, Definition und Diagnose der Obstipation (Prof. Goeser, Innere Medizin IV)

  • Obstipation ist eine sehr häufige Erkrankung.
  • Klinische Definition der Obstipation und die wichtigsten organischen Ursachen.
  • Differentialdiagnose der Obstipation.

Lernziele: Therapie der Obstipation (Priv.-Doz. Dr. Taubert, Pharmakologie)

  • Einflüsse der Ernährung auf die Obstipation; insbesondere Stellenwert von Diäten zur Behandlung der Obstipation.
  • Gebräuchliche Laxanzien und ihre Wirkprinzipien.
  • Einführung in die rationale Pharmakotherapie primärer und sekundärer Formen der Obstipation.

Lernziele: Psychosomatische Aspekte der Obstipation (Prof. Dr. Albus, Psychosomatik)

  • Einführung in psychosomatische Krankheitsbilder als möglicher Hintergrund einer Obstipation.
  • Besonderheiten der Arzt-Patient-Beziehung bei Patienten mit psychogener Obstipation und wie Sie damit umgehen sollten.
  • Hinweise zur weitergehenden Behandlung psychosomatisch-bedingter Obstipation.

Prof. Dr. med. Christian Albus
Kompetenzfeldmanager

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