Arzt-Patient-Kommunikation

Evaluation von Hygiene-Maßnahmen am Kölner Universitätsklinikum (EHyM-KUK)

Projektbeschreibung: Das EHyM-KUK-Projekt ist das Nachfolgeprojekt von Theorie und Handlung zur Vermeidung von Infektionen in der Pflege (THINK). Im diesem Projekt werden nun auch Ärzte in das Programm eingeschlossen. Es soll der Nachweis der Effektivität der praktischen und interprofessionellen Fortbildung erbracht werden. Dabei wird mittels simulationsbasierten Modulen und OSCE eine Steigerung der Compliance-Rate der trainierten Hygienemaßnahmen erwartet. In der Folge soll es zur Reduzierung von Antibiotika-Verbrauch und nosokomialer Infekte, sowie eine Reduzierung von Kosten (Liegezeit, Infektionen; Antibiotikaverbrauch) durch strukturierte Hygiene-Edukation basierend auf innovativem interprofessionellem Fortbildungskonzept mit Blended Learning kommen. Eingeschlossene Fachrichtungen sind Viszeral Chirurgie, Urologie und Kardiologie. Neben dem Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie sind an diesem Projekt die Zentrale Krankenhaushygiene, das Kölner interprofessionelle Skillslab und Simulationszentrum (KISS) und das lokale klinische Studienzentrum der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie beteiligt.

Laufzeit: 2016 – 2020

Lokaler Ansprechpartner: Dr. Frank Vitinius

Fördernde Institution: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Personalisiertes Selbstmanagement Unterstützungsprogramm (P-SUP)

Projektleitung:  Prof. Dr. Stephanie Stock / Dr. med. Marcus Redaèlli (IGKE)

Konsortialpartner: Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Uniklinik Köln (Prof. Dr. Christian Albus, Dr. Frank Vitinius); Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation, Deutsche Sporthochschule (DSHS) Köln (Prof. Dr. Ingo Froböse); Institut für Allgemeinmedizin, Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. S. Gesenhues); Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) (Dr. B. Hagen); Abteilung Gesundheit und Sozialpsychologie, Deutsche Sporthochschule (DSHS), Köln (Prof. Dr. Jens Kleinert); Trimberg Research Academy, Universität Bamberg (PD Dr. Uwe Konerding); Institut für Allgemeinmedizin der RWTH Aachen, (Prof. Dr. N. Kuth); Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Universität Witten Herdecke (Prof. Dr. A. Sönnichsen); Institut für Hausarztmedizin, Uni Bonn (Prof. Dr. B. Weltermann); Institut für Allgemeinmedizin, Universität Düsseldorf (Prof. Dr. S. Wilm); Schwerpunkt Allgemeinmedizin, Uniklinik Köln (Prof. Dr. August-Wilhelm Bödecker).

Krankenkassen: AOK Rheinland/Hamburg; BARMER

Kooperationspartner: Deutsche Diabeteshilfe; Sportvereine

Lokaler Ansprechpartner: Dr. Frank Vitinius

Laufzeit: 11/2019-10/2023

Fördernde Institution: Gemeinsamer Bundesausschuss – Innovationsfonds

Projektbeschreibung: Das Forschungsprojekt erprobt neue Ansätze um Menschen, die an Diabetes Mellitus Typ 2 und / oder koronarer Herzkrankheit leiden, beim Selbstmanagement ihrer Erkrankung zu unterstützen. Dazu werden die bestehenden strukturierten Behandlungsprogramme (Disease Management Programme, DMP) für chronisch Kranke mit Diabetes mellitus Typ 2 und koronarer Herzkrankheit durch ein neu entwickeltes, individuell zugeschnittenes Selbstmanagement Unterstützungsprogramm erweitert.
Das Programm besteht aus 4 Komponenten:

  1. Peer-Support Gruppen, die von Betroffenen geleitet werden. Die Teilnehmer der Gruppen werden mehrmals von professionellen (Sport-)Therapeuten angeleitet, sich ausreichend zu bewegen und ausgewogen zu ernähren und treffen sich dann 1 Mal pro Woche.
  2. Eine Online Plattform, welche die Themenbereiche Sport/ körperliche Aktivität, Ernährung und Motivation zur Verhaltensumstellung vermittelt und den Teilnehmern sowie Gruppenleitern Möglichkeit zum Austausch gibt.
  3. Ein bedarfsorientiertes Telefoncoaching zur motivationalen Unterstützung bei der nachhaltigen Veränderung des Gesundheitsverhaltens für ausgewählte Teilnehmer.
  4. Personalisierte Feedbackberichte zu den Laborwerten und weiteren klinischen Parametern, die mit dem Hausarzt besprochen werden.  Die Studienteilnehmer (Versicherte der AOK Rheinland / Hamburg und BARMER) werden durch Hausarztpraxen, die von den beteiligten Instituten für Allgemeinmedizin (Aachen, Bonn, Essen, Düsseldorf, Köln) rekrutiert wurden, für die Studienteilnahme geworben. Die Studienregion liegt im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Insgesamt sollen ca. 1.700 Patienten eingeschlossen werden.
  5. Langfristig soll der Krankheitsverlauf bei den Betroffenen durch das verbesserte Selbstmanagement und Veränderungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten positiv beeinflusst werden. Hauptzielkriterium ist eine Verminderung der Krankenhauseinweisungen.


Aufgrund der Lage um COVID-19 werden aktuell keine Präsenzveranstaltungen mit Patienten durchgeführt. Das P-SUP Team arbeitet an Lösungen, um P-SUP gesundheitlich und gesellschaftlich bedenkenlos anbieten zu können.

Zur Projektbeschreibung
Weiterführende Informationen

KommRhein Interpro - Wirksamkeit eines fertigkeitenorientierten interprofessionellen Kommunikationstrainings für Stationseinheiten an Organkrebszentren

Projektleitung:  Prof.  Hans-Christoph Friederich (Düsseldorf), André Karger (Düsseldorf),  Prof. Nicole Ernstmann (Bonn) , Prof. Oliver Cornely (Köln), Prof. Franziska Geiser (Bonn), Dr. Frank Vitinius (Köln), Dr. Andrea Petermann-Meyer (Aachen), Prof. Markus Burgmer (Münster)

Lokale Projektleitung: Dr. Frank Vitinius

Fördernde Institution: Deutsche Krebshilfe  

Laufzeit: 2019 - 2022

Kurzbeschreibung: In der Onkologie sind kommunikative Kompetenzen der Behandler ein wichtiger Qualitätsindikator der Behandlung. Bisherige Untersuchungen weisen darauf hin, dass kommunikative Kompetenzen der Behandler durch ein fertigkeitenorientiertes Kommunikationstraining messbar und effektiv verbessert werden können. Allerdings gibt es bezüglich Art und Umfang der Kommunikationstrainings, sowie deren Implementierung in komplexen Settings wie einem Onkologischen Zentrum bisher keine eindeutigen Empfehlungen. Gerade arbeitsplatzbezogene Faktoren wie Arbeitsbelastung und interprofessionelle Teamarbeit beeinflussen die Qualität der Kommunikation zwischen in Gesundheitsberufen Tätigen und Patienten maßgeblich, werden aber bei der Implementierung bisher kaum berücksichtigt.

Seit 1,5 Jahren arbeiten Onkologische Zentren der Universitätskliniken an fünf Standorten in NRW (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster) in einem Fortbildungsverbund zur kommunikativen Kompetenz zusammen. Diese fünf Standorte wollen das Projekt an ihren Onkologischen Zentren realisieren, um längerfristig Kommunikationstrainings strukturell an ihren Onkologischen Zentren zu verankern. Zwar findet die Onkologische Behandlung zumeist in multiprofessionellen Teams statt; interprofessionelles Lernen zur Vermittlung kommunikativer Kompetenz wird aber bisher kaum genutzt.

Das Projektvorhaben hat zum Ziel, die Wirksamkeit eines teamorientierten, interprofessionellen Kommunikationstrainings in onkologischen Zentren zu evaluieren, bei dem alle Ärzte und in der Pflege Tätigen einer onkologischen Stationseinheit gemeinsam trainiert werden. Die manualisierte Kurzintervention umfasst insgesamt zehn Stunden und ist an die normalen Arbeitsprozesse des Stationsalltags angepasst. Primäre Zielvariable ist die krebsbezogene Angst der onkologischen Patienten, die auf den Stationen behandelt wurden. Die Annahme ist, dass Patienten, die auf onkologischen Stationen behandelt wurden, in denen Ärzte und Pflege in kommunikativer Kompetenz trainiert sind, im Behandlungsverlauf weniger krebsbezogene Angst, mehr Vertrauen in die Behandlung und weniger Unterstützungsbedarf haben, im Vergleich zu Patienten, die auf Stationen behandelt wurden, auf denen ausschließlich das ärztliche Personal trainiert wurde bzw. kein Training stattgefunden hat. Weiter wird erwartet, dass Arbeitsbelastung und Organisationsklima die Effekte moderieren.

Kommunikative Kompetenz und Performanz von Ärzten/innen för-dern (KPAP) – Langzeiteffekte von Kommunikationstrainings unter Berücksichtigung der Patientensicht

Projektleitung:  Dr. Frank Vitinius

Weitere Antragsteller: Dr. Dipl-Psych.  Barbara Stein, Prof. Wolfgang Söllner (Univ. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Klinikum Nürnberg)

Kooperationspartner: Dr. Dipl.-Psych. Alexander Wünsch (Freiburg),  Frau Prof. Stephanie Stock (Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie),  Prof. Martin Hellmich (IMSB Uni Köln)

Fördernde Institution: Deutsche Krebshilfe  

Laufzeit: 2019 - 2021

Projektkurzbeschreibung: Über Langzeiteffekte von Kommunikationstrainings für onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte ist sehr wenig bekannt. Im Rahmen dieses Projekts soll untersucht werden, ob 3 Jahre nach Durchführung eines, auf dem KoMPASS-Projekt basierenden, regelhaft im Universitätsklinikum Köln implementierten Trainingsprogramm für onkologisch tätige Ärzte (Programm „Kommunikative Kompetenz“) Effekte hinsichtlich der Selbsteinschätzung der Ärzte und der Fremdeinschätzung der erstellten Videoaufzeichnungen einer standardisierten herausfordernden Gesprächssituation durch Experten mittels des Roter Interaction Analysis System (RIAS), der ComOn Rating Scale (einer Skala zur Einschätzung der Kommunikation im onkologischen Setting)  und der Aufklärungsgesprächbewertungsskala (AGBS) nachhaltig sind. Die standardisierte Gesprächssituation bezieht sich auf das Mitteilen schlechter Nachrichten („breaking bad news“) mit einem Simulationspatienten. Primäres Outcome ist das kommunikative Verhalten, das über die AGBS erfasst wird.

Zusätzlich soll die Patientensicht mit einbezogen werden, indem 30 Patienten die Videoaufzeichnungen mithilfe des AGBS, der ComOn Rating Scale und der wahrgenommenen Empathie (CARE) einschätzen. Zusätzlich machen sie Angaben zur eigenen Gesundheitskompetenz (CAHPS Item Set für Kommunikation mit Ärzten) und Freitextangaben, die inhaltsanalytisch ausgewertet werden sollen. Über diesen Ansatz können Langzeiteffekte hinsichtlich kommunikativer Kompetenz und Performanz bestimmt werden, so dass u.a. Empfehlungen hinsichtlich der Trainings für onkologisch tätige Ärzte gegeben werden können. Darüber hinaus kann über das multimodale Assessment, die zusätzlich auch die Patientenperspektive beim Assessment einbezieht, eine umfassendere Beurteilung von ärztlichen Kommunikationstrainings erfolgen, zumal die Sichtweisen von Experten und Patienten auseinanderweichen können.

EDCP-BRCA - Evaluation eines Decision Coaching Programms zur Entscheidungsunterstützung im Rahmen der Prävention bei BRCA1/2-Mutationsträgerinnen

Konsortialführung: Prof. Stephanie Stock (Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie)

Konsortialpartner: Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, Universitätsklinik Köln (Prof. Dr. Rita Schmutzler, PD Kerstin Rhiem), Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Martin Luther-Universität  Halle-Wittenberg (Prof. Anke Steckelberg), Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinik Köln (Dr. Frank Vitinius), Bergisches Kompetenzzentrum für Gesundheitsökonomik und Versorgungsforschung, Bergische, Universität Wuppertal (Prof. Juliane Köberlein-Neu)

Kooperationspartner: Fachbereich Psychologie, Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung, Universität Konstanz (Prof. Wolfgang Gaissmaier)  

Förderung: Innovationsfonds (Förderkennzeichen: 01VSF17043 / Antrags- ID: VSF1_2017-181), Themenfeld: themenoffen.

Laufzeit: 2019 - 2021

Kurzbeschreibung: In Deutschland erkranken jährlich rund 70.000 Frauen an Brustkrebs sowie knapp 7.800 Frauen an Eierstockkrebs. Bei ca. 30 Prozent der Patientinnen liegt eine familiäre Häufung für Brust- und Eierstockkrebs vor. Rund 25 Prozent dieser Frauen tragen eine pathogene BRCA1- oder BRCA2-Mutation. Frauen mit dieser Mutation haben ein deutlich erhöhtes kumulatives Risiko, an Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs zu erkranken. Die betroffenen Frauen haben verschiedene präventive Handlungsoptionen. Sie können beispielsweise das gesunde Brustdrüsengewebe sowie beide Eierstöcke/Eileiter prophylaktisch entfernen lassen oder an dem intensivierten Früherkennungsprogramm für die Brust teilnehmen. Für diesen Entscheidungsprozess ist es enorm wichtig, dass die Betroffenen gut beraten werden.

Das Projekt zielt darauf ab, die Entscheidungsfindung der Frauen durch ein strukturiertes, modulares und bedarfsadaptiertes Coaching zu unterstützen. So soll das Verständnis für Nutzen und Risiken der angebotenen Präventionsstrategien erhöht werden. Dies soll dazu beitragen, die Entscheidungskompetenz und -qualität der Ratsuchenden zu verbessern.

In bundesweit sechs Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs erfolgt eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie mit ca. 400 Frauen. Ratsuchende werden während des ersten Arztgesprächs für die Studie rekrutiert und per Zufall der Interventions- oder Kontrollgruppe zugeordnet. Die Teilnehmerinnen der Kontrollgruppe erhalten die Routineversorgung, die Teilnehmerinnen der Interventionsgruppe zusätzlich ein spezielles Entscheidungscoaching. Die Ratsuchenden der Interventionsgruppe werden in ihrem Entscheidungsprozess aktiv von Pflegefachkräften unterstützt. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 2,1 Millionen Euro gefördert. Im Erfolgsfall kann das Entscheidungscoaching in die bereits bestehenden Beratungsabläufe aller Zentren für Familiären Brust- und Eierstockkrebs integriert werden.

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