Psychosomatische Aspekte bei körperlichen Erkrankungen

Quality of health care in patients with coronary heart disease regarding the detection and treatment of mental disorders (MenDis-CHD)

Projektleitung: Prof. Christian Albus, Prof. Frank Jessen, Prof. Frank Schulz-Nieswandt

Mitarbeiter: Samia Peltzer MsC, Dipl.-Psych. Hendrik Müller, Dr. Ursula Köstler

Laufzeit: 02/2017 - 01/2020

Fördernde Institution: BMBF

Projektkurzbeschreibung: MenDis-CHD hat das Ziel, die Versorgungsqualität von hoch gefährdeten Patienten, die an einer koronaren Herzerkrankung und einer komorbiden psychischen Störung leiden, hinsichtlich der Erkennungsrate von psychischen Störungen und ihrer Behandlung zu analysieren. Dafür rekrutieren wir insgesamt 400 Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung (KHK) in den umliegenden Praxen, Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Wir interessieren uns auch für die Sicht der Angehörigen und der Behandler, weswegen wir 350 nahe Angehörige und 80 Behandler (Allgemeinmediziner, Kardiologen, Mitarbeiter aus Rehabilitationskliniken und Psychotherapeuten) befragen. MenDis-CHD ist eine prospektive Studie mit einem mixed-method Design, da wir sowohl quantitative Daten über Fragebögen und Diagnostikinstrumente erfassen, als auch Interviews und Fokusgruppen durchführen. Dazu achten wir darauf, dass unsere Population zu 50% aus Frauen und 30% Patienten mit einer Herzauswurfrate von unter 40% besteht. Vor allem die Gruppe der Frauen mit einer KHK gilt als unterrepräsentiert. Die Projektergebnisse sollen Veränderungen bezüglich der Struktur der Gesundheitsversorgung zu einer patientenzentrierten Versorgung anstoßen. Das Projekt ist eines der drei Unterprojekte von CoRe-Net.

Gesundheitskompetenz bei Patienten mit einer manifesten koronaren Herzerkrankung (KHK) und KHK-Risikopatienten: ein systematisches Review

Projektleitung: Prof. Christian Albus, in Kooperation mit Ceres (Leitung Prof. Christiane Woopen)

Mitarbeiter: Samia Peltzer, MsC; Marc Hellstern,

Förderung: Robert-Bosch-Stiftung

Laufzeit: 2016-2017

Kurzbeschreibung: Die "Gesundheitskompetenz" (Health literacy) spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung und Verbesserung der eigenen individuellen Gesundheit. Bisher wurde die Rolle der Gesundheitskompetenz bei Risikopatienten für eine koronare Herzerkrankung (KHK) sowie bei Patienten mit einer manifestierten KHK nicht systematisch untersucht. Das Ziel dieses systematischen Reviews ist Suche und Aufarbeitung aller quantitativen und qualitativen Studien  zum Fokus Gesundheitskompetenz bei Menschen mit erhöhtem KHK-Risiko bzw. manifester KHK.

Stepwise Psychotherapy Intervention for Reducing Risk in CAD (SPIRR-CAD)

Projektleitung: Prof. C. Albus; Prof. C. Herrman-Lingen (Göttingen)

Ansprechpartner: Prof. C. Albus

Laufzeit: 2008 – 2013, derzeit noch weitere Publikationen und Sekundärdatenauswertungen

Fördernde Institution: DFG

Projektkurzbeschreibung: Depressivität ist bei PatientInnen mit einer KHK mit einer deutlichen Erhöhung der Morbidität und Mortalität verknüpft. Bisherige Psychotherapie-Studien konnten nur einen geringen Einfluss auf die Depressivität zeigen. In der aktuellen, multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Studie soll der Effekt einer gestuften, kombiniert psychodynamischen und kognitiv-behavioralen Einzel- und Gruppenintervention auf das Befinden, Gesundheitsverhalten und den klinischen Verlauf bei 569 KHK-PatientInnen untersucht werden.

Altruistische Nierenspende – Einstellungen deutscher Facebook-Nutzer und Dialysepatienten

Projektleitung: Dr. Frank Vitinius, Prof. Christine Kurschat, PD Dr. Michael Langenbach

Ansprechpartner: Dr. Frank Vitinius

Laufzeit: 2016 - 2018

Fördernde Institution: Landesmittel

Projektkurzbeschreibung: Im Rahmen der Studie möchten wir die Einstellung stationärer Dialysepatienten der Uniklinik Köln und von Nutzern der sozialen Plattform Facebook zur Nierentransplantation erfragen, insbesondere zum Thema Organspende durch eine anonyme Person. Zu diesem Zweck bitten wir die Studienteilnehmer, einen Fragebogen zu beantworten, der Fragen zu den Themengebieten Transplantation und Bindungsverhalten stellt.

Psychotherapie von contergangeschädigten Menschen mit psychischen Störungen

Projektleitung: Dr. Alexander Niecke & Prof. Kathrin Jahnsen/Bochum  

Fördernde Institution: Landesmittel  

Laufzeit: 2016-2020

Kurzbeschreibung: Entwicklung von spezifischen schulenübergreifenden Psychotherapie-Modulen für Behandler von Contergangeschädigten Menschen mit psychischen Störungen, die im eLearning-Format online präsentiert werden inklusive einer anschließenden Evaluation des Schulungprogramms bzw.  –erfolgs. 

Psychoonkologische Beratung und Behandlung im Rahmen der Comprehensive Cancer Center (CCC): Multizentrische Studie zur Erfassung des psychoonkologischen Bedarfs, der Indikationsstellung und der Inanspruchnahme

Projektleitung: Prof. Joachim Weis (Freiburg)

Projektleitung Köln: Dr. Alexander Niecke

Fördernde Institution: Deutsche Krebshilfe

Laufzeit: 2012-2015

Projektkurzbeschreibung: Trotz vieler Fortschritte in der psychoonkologischen Forschung und Versorgung ist eine strukturierte psychoonkologische Versorgung durch psychoonkologische Dienste (POD) in den Comprehensive Cancer Center’s (CCC) noch nicht hinreichend etabliert. In dieser Studie sollen die psychosozialen Belastungen bei den Patientinnen und Patienten systematisch ermittelt, der Bedarf, die Anliegen der Patientinnen und Patienten für psychoonkologische Hilfen erfasst und die Inanspruchnehmer eines psychoonkologischen Unterstützungsangebot sowie die Nicht-Inanspruchnehmer über einen Zeitraum von vier Messzeitpunkten nachverfolgt werden. Die Studie wird in Kooperation mit allen zwölf nationalen CCCs durchgeführt.

Validierung und deutsche Übersetzung des disease-specific health-related quality of life questionnaire (THYCA-QoL) for thyroid cancer survivors

Projektleitung: Dr. Frank Vitinius, Dr. Christina Schneider, Prof.. Markus Dietlein, in Bonn: Prof. Franziska Geiser

Ansprechpartner: Dr. Frank Vitinius

Laufzeit: 2016 - 2018

Fördernde Institution: Landesmittel

Projektkurzbeschreibung: In dieser Studie wird der THYCA-QoL (der krankheitsspezifische, gesundheitsbezogene Fragebogen zu Lebensqualität bei Schilddrüsenkarzinomüberlebenden) als Fragebogen aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzt und anschließend mittels kognitiven Interviews mit Schilddrüsenkarzinompatienten auf folgende Aspekte untersucht: Verständlichkeit der benutzten Items, als wie akzeptabel die Items empfunden werden, Identifizierung von Missverständnisse oder Ungereimtheiten und ihrer Korrektur. Das Ziel ist die Entwicklung eines deutschen Fragebogens, um die verschiedenen Dimensionen der Lebensqualität bei Schilddrüsenkarzinompatienten zu ermitteln. Dadurch ist es möglich, sowohl die Lebensqualität des Patienten, als auch die Effekte der Nachbehandlung einzuschätzen, was langfristig zu einer Verbesserung der Behandlung und einer Steigerung der Lebensqualität der Patienten führt.

N-MALE Medizinische und psychosoziale Bedürfnisse von männlichen Brustkrebspatienten in Bezug auf Prävention, Diagnose, Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge

Projektleitung: Prof. Nicole Ernstmann (Bonn), Christoph Kowalski (Berlin), Dr. Rachel Würstlein (München)

Kooperationspartner: Dr. Rainer Weber (Köln)

Die Diagnose Brustkrebs ist eine beim Mann sehr selten vorkommende Diagnose. Entsprechend gering sind die Kenntnisse über die Bedürfnisse der Betroffenen. Neben den oben genannten Projektzielen, sollen die videografierten und transkribierten Interviews mit den Patienten nach psychoanalytisch definierten Abwehrmechanismen untersucht werden. Weiterhin wird das in der psychosomatischen Medizin weit verbreitete Konzept des „repressive coping“ bei diesen Patienten untersucht.

Finanzierung: Deutsche Krebsgesellschaft

Laufzeit: März 2018

Einfluss des Bindungsmusters auf die Schmerzchronifizierung - eine prospektive Beobachtungsstudie bei thoraxchirurgischen Patienten

Projektleitung: Dr. Johannes Löser, Prof. Khosro Hekmat, Dr. Frank Vitinius

Ansprechpartner: Dr. Frank Vitinius

Laufzeit: 2016 - 2020

Fördernde Institution: Landesmittel

Projektkurzbeschreibung:

Diese klinische Beobachtungsstudie untersucht, welche Faktoren zu einer Chronifizierung von Schmerzen beitragen können. Insbesondere soll untersucht werden, ob PatientInnen mit einem unsicheren Bindungstyp bzw. -muster eine höhere Chronifizierungsrate postoperativer Schmerzen nach thoraxchirurgischen Eingriffen aufweisen. Es sollen über einen Zeitraum von einem Jahr erwachsene Patienten/-innen, die sich einem thoraxchirurgischen Eingriff jeglicher Art (u.a. auch bei onkologischen Erkrankungen) unterziehen, befragt werden. Zukünftiges Ziel dabei ist es, die postoperative Schmerztherapie zu verbessern und zukünftig Strategien zur Prophylaxe von chronischen Schmerzen zu entwickeln, beispielsweise über maßgeschneiderte psychosomatische Interventionen.

Psychologischer Versorgungsbedarf in der Intensivmedizin. Eine Umfrage bei Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin

Projektleitung: Dr. Alexander Niecke & Prof. Guido Michels

Fördernde Institution: Landesmittel  

Laufzeit: 2018

Kurzbeschreibung: Im Kontext der Intensivmedizin ist ein hohes Vorkommen versorgungsrelevanter psychischer Belastungen bei Patienten, deren Angehörigen und professionellen Helfern beschrieben. Internationale Leitlinien geben entsprechende Empfehlungen zur Versorgung. Unklar ist allerdings, wie die Versorgung in der täglichen Praxis umgesetzt wird, insbesondere welche Leistungserbringer  hierfür zuständig sind. Die derzeitige Versorgungssituation wurde in einer webbasierten Umfrage unter allen Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) überprüft.

Validierungsstudie SPSI: Screeningverfahren für psychische Symptome von Intensivpatienten

Projektleitung: Dr. Teresa Deffner/Jena

Projektleitung Köln: Dr. Alexander Niecke, Valeska Gräfin von Bassewitz & Prof. Guido Michels

Fördernde Institution: Landesmittel  

Laufzeit: 2018-2019

Kurzbeschreibung: Die Behandlung auf der Intensivstation kann bei kritisch kranken Patienten mit psychischen Symptomen wie Angst, Depressivität, Trauma-assoziierten Symptomen oder deliranten Symptomen einhergehen. Ob das Screening-Verfahren für psychische Symptome von Intensivpatienten (SPSI) zur Verlaufsvorhersage von psychischen Symptomen bei kritisch Kranken geeignet ist, gilt es in dieser Studie zu evaluieren.

Identification of barriers and difficulties involved in the process of diagnosing somatic symptom disorder in primary care

Projektleitung: Dr. Astrid Althaus, Prof. Bernd Löwe, Prof..Scherer

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderung seit 2015

Kurzbeschreibung: Das Projekt hat die Identifizierung und Validierung von Barrieren beim diagnostischen Prozess somatoformer Störungen in der Hausarztpraxis zum Ziel. Mittels qualitativer Methoden werden zunächst Barrieren und hinderliche Faktoren identifiziert, welche die Implementierung von Evidenz-basierten Empfehlungen im diagnostischen Prozess erschweren. In einer deutschlandweiten Online-Umfrage unter Hausärzten wird aktuell die wahrgenommene Relevanz der beschriebenen Barrieren quantifiziert und die Akzeptanz von „Tailored Interventions“ geprüft. Abschließend werden, basierend auf den Studienergebnissen, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Implementierung von Evidenz-basierten Empfehlungen zum diagnostischen Prozess von somatoformen Störungen erstellt.

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